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Der Borreliose auf die Pelle rücken

Borreliose ganzheitlich behandeln

 

Zu Beginn möchte ich folgendes klarstellen: Ich rate weder zu einer Antibiotika-Therapie, noch rate ich von einer Antibiotika-Therapie ab. Ich zeige hier lediglich auf, was man bei einer Borreliose ohnehin und zusätzlich zu anderen medizinischen Massnahmen für sich tun kann. Denn die hier genannten Empfehlungen helfen unserem Körper in ein besseres Gleichgewicht, es ist dabei egal ob mit oder ohne Antibiose gegen die Borrelien vorgegangen wird. Werden Antibiotika im Anfangsstadium der Erkrankung – also kurz nach der Infektion – eingesetzt, gelingt es meist, die Bakterien zu vernichten. Anders sieht es aus, wenn sich die Borrelien bereits aus dem Blutkreislauf zurückgezogen und in Haut und Bindegewebe «verschanzt» haben – ein Prozess, der anscheinend etwa zwei Wochen nach der Infektion beginnt. Ab diesem Zeitpunkt besteht die Gefahr, dass der antibiotische Schlag nicht mehr alle Krankheitskeime erreicht. Folge: Die überlebenden Borrelien können umso besser «loslegen», da die Abwehrkräfte des mit Antibiotika behandelten Menschen zusätzlich geschwächt sind. Die unten stehenden Massnahmen können in Absprache mit dem Arzt, die schulmedizinische Behandlung unterstützen.

 

Voraussetzung für Krankheiten: Alle Krankheitserreger, so auch Borrelien, brauchen ein speziell für sie passendes Milieu. Um zu veranschaulichen was damit gemeint ist, hier ein kleines Beispiel: In Ihrem Garten lagern Sie Küchenabfälle zwischen, weil die Müllabfuhr streikt. In ihrem Garten sammelt sich so mehr und mehr Müll aller Art an. Dies hat zur Folge, dass sich Mäuse und andere Tierchen im Garten ansiedeln, die sich von diesen Küchenabfällen ernähren. Ein Auslegen von Mäusegift reduziert die Population der Mäuse und lindert somit die Problematik. Es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis sich die Mäusepopulation erholt hat. Um das Problem der Mäuse im Garten nachhaltig zu lösen, müssen die Küchenabfälle beseitigt werden und somit den Mäusen die Nahrungsgrundlage entzogen werden. Das Entziehen der Nahrungsgrundlage oder das Entziehen des Lebensraumes ist die beste und effektivste Art, Lebewesen auszurotten. Zusätzlich zu der Mäuseplage, ist es in einem zugemüllten Garten nicht möglich, nahrhaftes Gemüse und Obst anzubauen, welches uns mit den nötigen Nährstoffen versorgen könnte. In einem gereinigten Garten ist wieder Platz für buntes Gemüse, Obst und Blumen.

 

Fazit: In einem zugemüllten Körper fühlen sich Parasiten wohl und Nährstoffe können nicht aufgenommen werden.

 

Konsequenz: Für die Gesundung muss ein gesundes Milieu im Körper wieder hergestellt werden. So ist die Verbesserung des Körpermilieus durch Entschlacken, Entgiften, die Korrektur des Körper-pH-Wertes, Stärkung des Immunsystems und eine vitalstoffreiche Ernährung mit vielen Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente) und Antioxidantien Grundvoraussetzung für jegliche Gesundheit, auch bei einer Borreliose.

 

Entgiften und Entschlacken des Körpers: Beim Entgiften und Entschlacken sollen nicht nur die giftigen Ausscheidungen der Borrelien aus dem Körper geschaffen werden, sondern auch alle anderen Schadstoffe, Säuren und Schlacken. Die gelösten Schadstoffe gelangen von den Zellen, in welchen sie eingelagert waren über die Blutbahn zur Leber. Die von der Leber ausgefilterten Stoffe gelangen über die Nierengänge in die Niere und werden von da mit dem Harn ausgeschieden. Deshalb ist es wichtig, auf diesen drei Ebenen den Körper zu

unterstützen, so dass die Schadstoffe nirgends „liegen bleiben“. Ein weiterer Teil der Giftstoffe, wird über den Darm ausgeschieden.

Entgiftung : Unter Vergiftung versteht man das Vorkommen von Stoffen im Körper, die dort eigentlich gar nicht vorkommen sollten. Sie stören die Regulation (Stoffwechsel) Körpers oder unterbinden ihn sogar. Die erste Maßnahme um den Grad der Vergiftung zu reduzieren ist jene, keine weiteren Gifte zuzuführen. Das ist gar nicht so einfach, denn in vielen Nahrungsmitteln die uns zwar schmecken, sind künstliche Zusatzstoffe, künstliche Aromen, Farbstoffe, Konservierungsmittel, Rückstände von Pestiziden aus dem Rohstoffanbau oder der Verarbeitung und vieles mehr enthalten. Eine Umstellung zu einer giftfreien Ernährung entlastet den Körper ungemein und schafft daher Ressourcen für den Genesungsprozess.

Die zweite Maßnahme lautet Entgiftung des Körpers z. B. von Schwermetallen, Lösungsmitteln, künstlichen Aromen, Weichmachern - um nur die Wichtigsten zu nennen. Allein die Reduktion der Vergiftung führt bei vielen Patienten schon zu einer deutlichen Verbesserung der Gesamtsituation.

Entgiften von Blut und Zellen: Bärlauch (frisch oder Kapseln), Chlorella-Algen, Löwenzahn, Eisenkraut, frischer Zitronensaft, Hanfsamen, Koriander

Entgiftung und Stärkung der Leber: Mariendistelextrakt, bitterer Lebertee, Brunnenkresse, Weizengras, Artischocken

Entgiftung und Stärkung der Niere: Tee aus: Goldrutenkraut, Birkenblätter, Brennnesselblätter, Zitronengras(-Tee)

 

Verschlackung: Im schulmedizinischen Sinne gibt es keine Verschlackung. Aus naturheilkundlicher Sicht versteht man unter dem Begriff "Verschlackung", dass Stoffwechselendprodukte im Körper verbleiben, die zwar natürlicherweise vorkommen, aber ausgeschieden werden sollten. Die Trinkmenge hat für das Ausscheiden dieser Schlackenstoffe eine maßgebliche Bedeutung. Eine nicht ausreichende Trinkmenge führt dazu, dass Schlackenstoffe im Körper zwischengelagert werden müssen. An diesen Lagerorten behindern sie dann den Stoffwechsel des Körpers. Eine ausreichende Trinkmenge von 0.03 L Wasser pro 1 kg Körpergewicht (also z.B. 52 kg Mensch x 0.03 L gibt 1 ½ Liter) ist eine Grundvoraussetzung für die Entschlackung des Körpers.

 

Die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes: Die Regulation des Säure-Basen-Haushaltes ist für unser ganzes Stoffwechselsystem enorm wichtig. Jedes Organ und jede Zelle hat einen bestimmten ph-Wert, bei welchem es sich wohl fühlt und einwandfrei funktionieren kann. Gerät der ph-Wert über längere Zeit aus der gewünschten Bereich, funktionieren nach und nach unsere körperlichen Systeme nicht mehr. Eine Basenkur und langfristig eine basenüberschüssige Ernährung sind notwendig.

 

Stärkung des Immunsystems: Saunagänge (Borrelien mögen anscheinend auch keine Hitze), moderates Ausdauertraining (Rad, Schwimmen, Nordic Walking), Faszien-Training zur Reinigung des Gewebes. Da 80 % des Immunsystems im Darm beheimatet ist, lohnt sich eine ganzheitliche Darmkur mit Darm-Floraaufbau.

 

Immunstärkende Stoffe sind zum Beispiel folgende:

Heilpilze wie: Reishi, Agaricus blazei, Tibetischer Raupenpilz, Klapperschwamm, Shiitake. Aber auch: Echinacea (Sonnenhut), Ginseng, Holunder, Schwarzkümmelöl, Aloe-Vera, Gelbwurz (Curcuma), Ingwer

 

Wie zu Beginn am Beispiel mit den Mäusen im Garten erklärt, ist in einem zugemüllten Garten auch kein Platz für frisches nährstoffreiches Gemüse. Dies führt über einen längeren Zeitraum zu einem grossen Mangel an Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen und Aminosäuren aber auch an Antioxidantien. Oft reicht eine sehr vitalstoffreiche Ernährung mit viel frischem Gemüse, Obst, Nüssen, Hülsenfrüchten und Saaten nicht aus, um die Defizite zu decken. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kann hier helfen. Denn der Mangel genannten Mikronährstoffen hat eine schlechtere Entgiftungsfunktion des Körpers, ein reduziertes Immunsystem sowie eine generell geringere Vitalität zur Folge. Bei der Wahl der Nahrungsergänzung ist vor allem wichtig, dass sie möglichst naturbelassen und biologisch ist.

 

Geduld und Durchhaltevermögen: Eine Therapiedauer von ein bis zwei Jahren ist eher die Regel als die Ausnahme. Während dieser Zeit kommt es im Empfinden der Betroffenen immer wieder zu Verschlimmerung der Symptomatik. Dieses Auf und Nieder ist charakteristisch bei dieser Therapie. So erfolgt zum Beispiel die Entgiftung des Körpers oft nicht gleichmässig fortschreitend, sondern in Schüben. Auch hängt die Entgiftungsfunktion des Körpers von den klimatischen Bedingungen wie der Temperatur ab, was ebenfalls zu Schwankungen führen kann.